Für Fahranfänger und Fahrer unter 21 gilt ein Alkoholverbot am Steuer, auch wer vorher getrunken hat, darf nicht fahren. Wie haben Sie diese Regel damals gesehen?
So oder ähnlich fragt der Gutachter.
Warum fragt der Gutachter das?
In der Probezeit und unter 21 ist Alkohol am Steuer ein eigener Verstoß, unabhängig von einer Promillegrenze (§ 24c StVG). Das ist eine Ordnungswidrigkeit. Eine MPU folgt nicht aus diesem Verstoß selbst, sondern nur über die Probezeit-Regeln nach § 2a Abs. 4 oder Abs. 5 Satz 5 StVG oder bei weiteren Auffälligkeiten (§ 13 FeV). Der Gutachter fragt trotzdem, wie du zu der Regel standest, denn daran zeigt sich deine Einstellung. Wer sie damals für überzogen hielt, muss erklären, was sich geändert hat.
Was in eine überzeugende Antwort gehört, typische Fehler und ein Beispiel siehst du in der Übung, nachdem du selbst geantwortet hast.
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Grundlage
Grundlage:- § 24c StVG – Alkohol- und Cannabisverbot für Fahranfänger und Fahranfängerinnen, Abs. 1 (Alkohol- und THC-Verbot in der Probezeit oder vor Vollendung des 21. Lebensjahres) (abgerufen am 23.10.2026)
- § 2a StVG – Fahrerlaubnis auf Probe, Abs. 2 Satz 1 (Stufen in der Probezeit), Abs. 4 und Abs. 5 Satz 5 (Gutachten) (abgerufen am 23.10.2026)
- § 13 FeV – Klärung von Eignungszweifeln bei Alkoholproblematik, Satz 1 Nr. 2 a und b, Satz 2 (reine § 24c-Verstöße zählen bei Nr. 2 b nicht) (abgerufen am 23.10.2026)
- Anlage 4a FeV – Grundsätze für die Durchführung der Untersuchungen und die Erstellung der Gutachten, Nr. 1 f (grundlegender Wandel der Einstellung; Rückfall unwahrscheinlich) (abgerufen am 22.10.2026)
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